Ein Tag an der Waldorfschule

Am Freitag den 19.01 hatte die Schülervertretung die großartige Möglichkeit, einen Tag an der „Freien Waldorfschule Bergisch Gladbach“ (FWSBG) zu verbringen und sich dort das Schullebenen und den Unterricht anzuschauen.

„Was erwartet Ihr von unserer Waldorfschule?“, diese Frage stellte Moritz, der Schülersprecher der FWSBG, uns vor unserem Besuch. Die meist gegebene Antwort lautete: „Lernen wie man seinen Namen tanzt.“ Und damit wird eines der großen Waldorfschul-Klischees bedient. Tatsächlich gibt es das Unterrichtsfach „Eurythmie“. In diesem Fach wird viel mit Bewegung und Bühnenkunst gearbeitet. Und auch seinen Namen zu tanzen wird in diesem Fach durch genommen, aber wirklich Buchstaben tanzen, schmunzelte Moritz, das kann er nicht.

Nach unserer Ankunft, wurde uns erstmal das Schulgelände und das Schulgebäude gezeigt. Auf die FWSBG gehen in etwa 300 Schüler, damit ist die Schule deutlich kleiner als die IGP. Beeindruckt waren wir von den vielen, für handwerkliche Fächer vorgesehenen Räumen. So gibt es einen Holzwerkstatt, eine Schmiedewerkstatt und einige mehr. Dabei wirkte alles ordentlich und modern. Die dortige Cafeteria hat zwar nicht so eine große Auswahl wie bei uns, allerdings gibt es dort backfrische und warme Brenzeln zu kaufen.

Besonders war für uns der Russischuterricht an dem wir teilnehmen konnten. An der FWSBG lernt jeder Schüler vom ersten Tag an russisch. An diesem Tag, konnten wir außerdem den Musik-, Deutsch-, und Biologieunterricht besuchen. An der FWSBG kann man alle Abschlüsse, das Zentralabitur nach 13 Jahren erhalten.

Doch welches sind die größten Unterschiede zwischen der Schulform der IGP und der Waldorfschule, die uns aufgefallen sind? Natürlich zum einem die Unterrichtsfächer: Schmieden, Eurythmie, Schreinern, Plastizieren und Gartenbau haben wir bei uns auf der IGP nicht.
Allgemein herrschte an der Waldorfschule eine lockere Atmosphäre. Während des Unterrichts sein Essen auf dem Tisch ausbreiten, Knie an den Tisch anlehnen sind nur ein paar Beispiele. Auch der Umgang mit den Lehrern ist auf der einen Seite lockerer; wir empfanden es teilweise sogar als respektlos.
Eine weitere Besonderheit Besonderheit: Das Benotungssystem. Bis zur 9. Klasse werden Klausuren nicht benotet. Und das Halbjahreszeugnis wird durch Beratungsgespräche ersetzt.

Für die uns war es ein besonderer Tag. Man hat einen Einblick in eine andere Schulform bekommen und konnte mal eine  andere Schulatmosphäre schnuppern. Wir bedanken uns auch bei unserer Schulleitung für die reibungslose Genehmigung dieses Tages und natürlich bei der FWSBG, insbesondere Moritz für diese Einladung.

Zu guter letzt bleibt zu sagen, dass wir den Kontakt mit der FWSBG auf jeden Fall aufrecht erhalten möchten und uns freuen würden Schüler der FWSBG bald wieder an unserer Schule für einen Tag begrüßen zu dürfen.

Über Felix Naal 10 Artikel
Ich bin 16 Jahre alt und besuche den 11 Jahrgang an unserer IGP. Zusammen mit Max Heckmann habe ich den TintenKiller gegründet und organisiere in der Rolle des Chefredakteurs und V.i.S.d.P. sämtliche Abläufe rund um die Schülerzeitung. Dementsprechend bin ich auch der erste Ansprechpartner. Als Schülersprecher habe ich weitreichende Einblicke in das Schulgeschehen, worüber ich vorrangig im TintenKiller berichte. Ich schreibe aber auch für alle anderen Rubriken und bin am Entstehungsprozess der meisten Artikel beteiligt. Auf Basis meines starken politischen und wirtschaftlichen Interesse, berichte ich auch über weltweite, aktuelle Themen. Infolge meiner journalistischen Tätigkeit bin ich Träger des Jugend-Presseausweises. Mein Kontakt: felixnaal@yahoo.de

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